Ahrtaler Eisenbahnfreunde

2007 Centovalli Bahn

Centovalli Bahn
Eine spannende Fahrt am Rande Italiens

Im Rahmen des Schweizbesuchs der Eisenbahnfreunde aus dem Ahrtal (18. - 21.1.2007) befuhren drei der Reiseteilnehmer am 20.1.2007 (Samstag) die Centovalli Bahn. Diese waren Wolfgang Fuchs, Erpel (rrh), Ulrich Eupen, Bodendorf und Kurt Joosten aus Dernau.
Die Tour für diese drei begann in Erstfeld auf dem Führerstand der E- Lok des SBB-Güterzuges 40241 die Nordrampe hinauf bis nach Göschenen. Daten zum Zug: Last = 1517 Tonnen, Achsen 92, Länge ohne Tfz 458 m, v = 75 km/h, 2 Tfz an der Zugspitze, 1 Tfz am Zugende.
Uli Eupen und Kurt Josten, IR nach Bellinzona-Zoom in
Uli Eupen und Kurt Josten, IR nach Bellinzona
Bei bestem Wetter bot sich den Eisenbahnfreunden von der führenden Re 4/4 schönste Aussichten auf Strecke und die herrliche Bergwelt Uris.
In Göschenen musste die kleine Gruppe die Lok verlassen und fuhren mit einem IR durch den Gotthardtunnel weiter bis Bellinzona. Dort wurde im Bahnhof mit Hilfe einer freundlichen und nach allgemeiner Auffassung auch sehr hübschen Bahnangestellten die Weiterfahrt geplant und die sollte folgendermaßen aussehen: Abfahrt in Bellinzona bis Locarno, weiter mit der Centovalli Bahn bis Domodossola.
Ehemalige Staatbahn mit Privatbahn am Gotthard Puffer an Puffer-Zoom in
Ehemalige Staatbahn mit Privatbahn am Gotthard Puffer an Puffer
Hier war wieder Umsteigen angesagt und weiter sollte die Fahrt dann über Brig und Andermatt zurück nach Erstfeld führen. Und dies alles mit ganz kurzen Aufenthaltszeiten, eine wahrhaft interessante Tour.
Nach einem guten Mittagessen starteten die drei Eisenbahnfreunde gut gestärkt um 13.40 Uhr mit der Linie S2 nach Locarno. Der Tessin ist wie der Rest der Schweiz bestens im Nahverkehr bedient, es verkehren S-Bahnen im Dreieck zwischen Chiasso/Bellinzona/Locarno.
In Locarno am Lago Maggiore ging es nach ganz kurzem Aufenthalt (Umstieg) pünktlich um 14.12 Uhr auf die 52 km lange Strecke mit 83 Brücken und 34 Tunnels.
Bahnhof St Maria Maggiore-Zoom in
Bahnhof St Maria Maggiore
Zwischen Canedo und Ribellasca wurde die schweiz – ital. Grenze überschritten und man kann im vereinten Europa noch kurioses erleben. In Ribellasca stiegen 2 italienische Zöllner ein und es wurde eine Passkontrolle durchgeführt. Es gab keine Beanstandungen und der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen.
Bis Santa Maria Maggiore steigt die Strecke beständig an, um dann in engen Kurven hinunter in die Ebene von Domodossola zu gelangen, wo der Zug um 15.55 Uhr ankam.
Es ging gleich weiter, nämlich um 16.10 Uhr mit dem IR der SBB durch den 19,8 km langen Simplontunnel nach Brig.
Nach einer kleinen Stärkung, Besichtigung des Bahnhofs und eines TGV nach Paris, setzten die Tourteilnehmer die Fahrt mit der MGB fort. Von Brig aus befuhr der Zug ein Stück die „Glacier Express Route“ und durch den Furkatunnel ( 15,6 km ) über Andermatt ohne Umstieg bis nach Göschenen. Nach rund 300 km ereignisreicher Zugreise trafen sich beide Gruppen im Zug nach Erstfeld wieder und es gab viel zu erzählen.

Wolfgang Fuchs