Ahrtaler Eisenbahnfreunde

2006 Noch weiter als Obermaubach

Fahrt der Eisenbahnfreunde nach Heimbach/Eifel

Wieder einmal hatten die „Freunde der Ahrtalbahn“ zur jährlichen Bürgerschaftsfahrt eingeladen und wie in den vergangenen Jahren war der Zug voll! Fast 90 Mitreisende aus allen Teilen des Ahrkreises konnten die Eisenbahnfreunde um Wolfgang Groß und Dieter Auster im Juni 2006 zum Ausflug nach Heimbach und an die Rurtalsperre begrüßen. Ganz neu in diesem Jahr: man konnte zwischen einer „technischen Tour“ und einer „Sightseeing-Tour“ wählen.

Die Fahrt ging wie immer in Regelzügen der DB-AG von der Ahr über Remagen, Bonn, Köln bis Düren. Hier machten die technisch Interessierten den ersten Zwischenstopp und folgten Wolfgang Groß zum Betriebswerk der „Rurtalbahn“ (früher „Dürener Kreisbahn“). Für die Fahrt vom Bahnhof zum Werk hatte die Rurtalbahn extra ihren bunten Discotriebwagen zur Verfügung gestellt. Das große Betriebswerk (gebaut 1970) wurde vor rund 10 Jahren modernisiert und erweitert.

Der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Schmitz erläuterte in einem Rundgang die technischen Einrichtungen. In der modernen Anlage werden alle 17 Regio-Sprinter, die Dieselloks und Busse der Rurtalbahn instand gehalten, daneben aber auch viele Schienenfahrzeuge und ca. 100 Busse anderer Unternehmen technisch geprüft und gewartet. Eingehend konnten Prüfstände und Arbeitsstände in Augenschein genommen werden.
Weiter ging es dann für die „Technikgruppe“ mit dem planmäßigen Zug entlang der Rur nach Heimbach, es folgte ein Spaziergang entlang des Staubeckens Heimbach mit gemütlicher Mittagsrast in sommerlicher Wärme. Anschließend stand ein Besuch des „Jugendstilkraftwerks“ der RWE auf dem Programm. Bei einer informativen Führung erfuhren die Besucher von der Ahr alles Wissenswerte: das Werk liegt kurz vor dem Rurseestaudamm, wurde 1904 gebaut, gespeist durch riesige Fallleitungen vom Urftsee wird noch heute – jetzt in modernisierten Anlagen – Strom erzeugt. 8 alte Turbinen in einer beeindruckenden Werkshalle geben eine Ahnung vom Lärm und der Mühe, wie vor nicht allzu langer Zeit Strom für Haushalte erzeugt werden mußte. Eine Ausstellung zeigt dazu viele historische Haushalts- und Betriebsgeräte, für die Strom notwendig war. Interessant die alten Büroräume, die ebenfalls einen nostalgischen Eindruck von der Arbeit in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts geben. Der Rückweg über den „Dschungelpfad“ entlang des Staubeckens Heimbach rundete die Tour der „Technikfreaks“ ab.
Die andere Gruppe hatte mittags von Düren den gleichen Weg auf der landschaftlich tollen Bahnstrecke entlang der Rur über Obermaubach bis Heimbach genommen. In Heimbach stieg die muntere Reisegruppe unter der Führung von Dieter Auster dann in eine „Gummibahn“ um und fuhr nach Schwammenauel. Mit einem Schiff der Rurseeschifffahrt erkundete man dann bei schönstem Wetter alle Ecken des reizvoll gelegenen Sees mitten im Naturschutzgebiet Eifel und traf dann die „Technikgruppe“ im schön renovierten Bahnhof Heimbach (Biergarten/Bistro). Gut gelaunt starteten alle dann die Heimfahrt, wobei schon kräftig Ideen für eine Tour im nächsten Jahr diskutiert wurden.

Trotz Hitze und viel Sonne zeigten sich alle Mitreisenden begeistert über den Aufenthalt im Nationalpark Eifel und ohne Betriebsstörungen bei der DB konnte auch die Heimfahrt an die Ahr pünktlich über die Bühne gehen.