Ahrtaler Eisenbahnfreunde

2011: Oestrich-Winkel

Warum nach Oestrich-Winkel? Diesen Ort hatten sich die Ahrtalbahnfreunde als Ziel für ihre diesjährige Bürgerschaftsfahrt ausgesucht. Dafür gab es gleich mehrere interessante Gründe: größte hessische Weinbaugemeinde, zweitgrößter Waldbesitz in Hessen, gut mit dem Zug zu erreichen und das Weingut Bickelmaier, ein Geheimtip unter den Rheingauer Straußenwirtschaften.
Schon zum 10ten Mal luden die Freunde der Ahrtalbahn zu ihrer traditionellen Bürgerschaftsfahrt ein und exakt 100 Bürgerinnen und Bürger aus dem Ahrkreis waren mit dabei.
Los ging es wie immer morgens mit dem planmäßigen Zug ab Ahrbrück, nach und nach gesellten sich dann bis Bad Breisig die weiteren Reiseteilnehmer dazu. Von Koblenz ging es dann auf der rechtsrheinischen Seite mit einem neuen und modernen Zug der Firma VIAS bis Oestrich-Winkel.
Die Gruppe spazierte dann zunächst in den Ortsteil Oestrich und besichtigte am Rhein den frisch renovierten „Alten Rheinkran“, der auch als Weinverladekran bezeichnet wird. Der Holzkran wurde im Mittelalter vorwiegend zur Verladung von Weinfässern, aber auch von anderen Gütern wie Baumstämmen auf Rheinschiffe eingesetzt.
Vor dem mittelalterlichen Kran-Zoom in
Vor dem mittelalterlichen Kran
Nach einem Spaziergang über den Oestricher Marktplatz traf die Reisegruppe von der Ahr dann im Weingut Bickelmaier ein. In familiärem Ambiente wurden regionale Spezialitäten angeboten und die Gäste fühlten sich in der Obhut von Brigitte und Bernd Bickelmaier und ihrem Team sichtlich wohl. Auch das schöne Wetter trug zu bester Laune und gemütlicher Stimmung bei. Der Sprecher der Ahrtalbahnfreunde und Organisator der Fahrt, Wolfgang Groß, ehrte dabei auch Hermine Lahr aus Altenahr, die alle 10 Bürgerschaftsfahrten mitgemacht und auch die Entstehungsgeschichte erlebt hatte.
Schifffahrt zum Binger Loch, vorbei am historischen Kran-Zoom in
Schifffahrt zum Binger Loch, vorbei am historischen Kran
Den Abschluss des Besuchs im Rheingau bildete eine Schiffsfahrt auf dem Rhein bis nach Aßmannshausen. Den Gästen von der Ahr wurden dabei die geschichtliche Entwicklung und die regionalen Besonderheiten durch eine örtliche Reiseleiterin anschaulich erläutert.
Die Rückfahrt mit den planmäßigen Zügen auf den Rheinstrecken verlief reibungslos (welch Wunder!) und die Gruppe traf gegen 20 Uhr pünktlich wieder im heimischen Knotenbahnhof Remagen ein.