Ahrtaler Eisenbahnfreunde

2003 Schwebebahn und Müngstener Brücke

Bürgerschaftsfahrt der Freunde der Ahrtalbahn führte ins Bergische Land

Einer überaus großen Beliebtheit erfreuen sich die Jahresfahrten der Freunde der Ahrtalbahn.

Die Bürgerschaftsfahrt im Juli 2003 führte die mehr als 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der bewährten und erfahrenen Leitung von Hans-Dieter Auster (Altenahr) und Wolfgang Groß (Bad Bodendorf) Ende Juli ins Bergische Land. Per Bahn ging es ab Ahrbrück bereits morgens los. Bis Bonn stiegen dann die restlichen Teilnehmer an dieser Tagesfahrt zu. Mit der Ahrtalbahn, dem Rhein-Express, dem Rhein-Münsterland-Express und schließlich Der Müngstener reiste die Gruppe stresslos und in toller Stimmung nach Wuppertal an.

Ein besonderes Erlebnis war bereits auf der Hinreise die Fahrt über die Müngstener Brücke. Direkt beim nächsten Haltepunkt nach diesem beeindruckenden Brückenbauwerk in Solingen-Schaberg machte sich der größte Teil der Gruppe zu Fuß auf den Weg zur Müngstener Brücke. Wolfgang Groß erklärte Historie und Entstehung dieses Bauwerkes. Die imposante, alte Stahlbrücke wurde in den Jahren 1894 - 1897 gebaut. Sie ist 500 Meter lang und hat eine Höhe von 107 Metern und ist somit Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke. Von dort führte er die Wandergruppe über einen schönen Tal-Wanderweg entlang der Wupper bis nach Burg/Wupper.


Nach Stärkung mit bergischer Kost und Getränken machte die große Gästeschar aus dem Landkreis Ahrweiler auf nach Wuppertal per O-Bus. Zunächst konnte in Burg ein kleine technische Seltenheit bewundert werden: eine Busdrehscheibe.
Dann ging es mit dem Oberleitungsbus nach Wuppertal-Vohwinkel zum Schwebebahnbahnhof.

Die Reisegruppe wartet auf den Kaiserwagen-Zoom in
Die Reisegruppe wartet auf den Kaiserwagen
Dort hatten die beiden Organisatoren Wolfgang Groß und Dieter Auster für die Reisegruppe - als Höhepunkt der Fahrt - den historischen Kaiserwagen (Baujahr 1900) reserviert. Für beide gab es im übrigen einhelliges Lob für die hervorragende und reibungslose Organisation dieser Bürgerschaftsfahrt. Senior der Truppe war übrigens der rüstige 88-jährige Heinrich Hagmann aus Sinzig, der auch die Wanderstrecke mit absolvierte.

Einige Kilometer gehts hoch über die Stra�en-Zoom in
Einige Kilometer gehts hoch über die Stra�en
Wie immer wurde die Bürgerschaftsfahrt der Freunde der Ahrtalbahn ausschließlich mit Bahn und Bus (sowie Schwebebahn) zurückgelegt und die günstigen Verbundtarife genutzt.




Schwebebahn 1898 begonnen

Der Beschluss zum Bau der Wuppertaler Schwebebahn wurde Ende der 80er-Jahre im lezten Jahrhundert gefasst. Im Sommer 1898 wurde mit dem Bau des einmaligen Verkehrsmittels begonnen, die Arbeiten schritten zügig voran. Die erste Probefahrt auf einem Teilabschnitt erfolgte bereits am 5. Dezember 1898. Am 24. Oktober 1900 fuhr Kaiser Wilhelm II. mit seinem Gefolge von Döppersberg (Elberfeld-Mitte) bis Vohwinkel. Mitte 1903 wurde die Strecke vollständig fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Insgesamt wurden beim Bau 19.200 Tonnen Eisen verarbeitet. Die gesamt Strecke weist 472 Eisenstützen auf, die Baukosten betrugen 16 Millionen Goldmark. Im zweiten Weltkrieg wurden Teile der Schwebebahn schwer getroffen. Erst Ostern 1946 war die Schwebebahn wieder vollständig repariert. In den Jahren 1972 bis 1974 wurde der Schwebebahn-Wagenpark komplett durch 28 moderne Gelenkzüge erneuert. Erhalten blieb nur der sogenannte Kaiserwagen. 1995 wurde die Schwebebahn in Richtung Zoo erweitert. Dies wurde mit einem großen Volksfest gefeiert. Die gesamte Gleislänge beträgt 28 Kilometer. An der Strecke gibt es 20 Bahnhöfe. Insgesamt 300 Personen (Verkehrspersonal, Fahrt- und Betriebsdienst, Werkstätten sowie Verwaltung) gehören zum Personal dieses überaus beliebten und gut funktionierenden Massentransportmittels.

Die Müngstener Brücke

Als sie 1897 dem Verkehr übergeben wurde, galt die Müngstener Brücke - bis heute Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke - als technisches Wunderwerk. Sie überspannt 107
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Meter hoch und 500 Meter lang einen Taleinschnitt bei Müngsten und verkürzt den Schienenweg zwischen Solingen und Remscheid von 44 auf etwa 8 Kilometer. Zu erreichen ist die Brücke über die B229 zwischen Solingen und Remscheid, es gibt gute Wandermöglichkeiten , u.a. nach Burg an der Wupper.