Ahrtaler Eisenbahnfreunde

Preisträger 2008: Andreas Kurth

Am 22.12.2008 wird die Eisenbahnstrecke Gerolstein - Prüm stolze 125 Jahre alt. Und just einen Tag vorher erhielt Andreas Kurth, der sich mit seinen Eisenbahnfreunden f�r den Erhalt dieser historischen Bahnverbindung einsetzt, in Gerolstein den Ehrenpreis: �Stop dem Bock�. Diesen Preis verleihen die �Freunde der Ahrtalbahn� einmal im Jahr an Personen, die sich um den Erhalt von Schienenstrecken verdient gemacht haben. Gemeint ist damit ein Prellbock, der im Eisenbahnwesen bekanntlich ein Gleisende anzeigt und somit auch Ende eines Zugverkehrs bedeutet.
Standesgemäße Anreise der Ahrtalbahnfreunde mit RE von Euskirchen, Doppeltraktion V 218-Zoom in
Standesgemäße Anreise der Ahrtalbahnfreunde mit RE von Euskirchen, Doppeltraktion V 218
Der diesj�hrige Preistr�ger ist Andreas Kurth, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Eifel-Nebenbahnen e.V., wohnhaft in K�ln. Zur Preisverleihung reiste vor wenigen Tagen eine Abordnung der Ahrtalbahnfreunde nach Gerolstein. Wolfgang Gro�, der Sprecher der Eisenbahnfreunde aus dem benachbarten Ahrkreis, begr�ndete in einer kleinen Laudatio die Ehrung.
Andreas Kurth geh�rt zu den Menschen, die sich um den Erhalt von historischen Bahnlinien verdient gemacht haben. Sein Wirkungsfeld liegt in der Westeifel, einem Gebiet, in dem sich bekanntlich fr�her viele landschaftlich reizvolle Eisenbahnstrecken befanden. Die meisten Nebenbahnen sind leider schon lange abgebaut, aber es gibt immerhin noch einigen Strecken, die nicht der Baggerschaufel zum Opfer gefallen sind.
Andreas Kurth hat sich erfolgreich f�r die Wiederaufnahme von Zugverkehren auf stilllegungsgef�hrdeten Strecken in der Eifel eingesetzt, mit gro�em Engagement Netzwerke gekn�pft und Zugverkehre organisiert.
Preisverleihung Stopp den Bock 2008-Zoom in
Preisverleihung Stopp den Bock 2008
Die Vorl�ufer der heutigen Arge war eine Initiative, dies sich 2005 in Gondelsheim an der stillgelegten Westeifelbahn Gerolstein � Pr�m gr�ndete. Nachdem bereits im Herbst 2004 die grenz�berschreitende Strecke J�nkerath � Losheimergraben abgebaut worden war, drohte der Pr�merstrecke das gleiche Schicksal. Die Eisenbahnfreunde setzten sich zum Ziel, sich f�r den Erhalt der Strecke einzusetzen und wieder Zugverkehre m�glich zu machen. Eine wesentliche Voraussetzung nahmen die Aktiven selbst in die Hand, indem sie die Strecke freischnitten und das Profil f�r Zugfahrten herrichteten. Parallel ergriff Andreas Kurth 2006 an der stilllegungsgef�hrdeten Oleftalbahn (Kall � Hellenthal) die Initiative und organisierte Zugverkehre mit der Hochwaldbahn. Ein Schienenbus kam zu Einsatz und somit wurde ein wichtiges Zeichen f�r Bev�lkerung und Kommunen gesetzt, das die Eisenbahn nicht nur st�rendes sondern im Gegenteil belebendes Element sein kann und durchaus erhaltenswert ist. Diese Aktivit�ten f�hrten dazu, dass heute der Betrieb der �Oleftalbahn� f�r 50 Jahre gesichert ist und wieder regelm��ige Zugfahrten an Wochenenden stattfinden.
Auf Grund dieser Erfolge schlossen sich immer mehr Interessierte den zwei Gruppen an. Im Februar 2007 schlossen sich die zwei Gruppen zusammen, gr�ndeten die Arge �Eifel Nebenbahnen� und w�hlten Andreas Kurth zum Vorsitzenden. Mittlerweile wurden auf einer weiteren Nebenbahn, der Strecke von Erdorf nach Bitburg, wieder Fahrten organisiert.
Andreas Kurth ist nach dem B�rgermeister der Gemeinde Ahrbr�ck und dem Gesch�ftsf�hrer der Rhein-Sieg-Eisenbahn aus Bonn, Rainer Bohnet, der dritte Preistr�ger der Auszeichnung, die von den Ahrtalbahnfreunden j�hrlich einmal vergeben wird.
Die �Freunde der Ahrtalbahn� um den Vorsitzenden Wolfgang Gro� sagten den Eisenbahnfreunden in Gerolstein Unterst�tzung in dem Bem�hen zu, die Entwidmung der Bahnlinie nach Pr�m zu verhindern und wieder Zugverkehre m�glich zu machen. Denn die Eisenbahn ist und bleibt ein sinnvolles �kologisches Verkehrsmittel, dieses haben viele andere Kommunalpolitiker in Deutschland schon erkannt.