Ahrtaler Eisenbahnfreunde

Stopp dem Bock 2007

Stopp dem Bock“ 2007 für Rainer Bohnet
Eisenbahnfreunde ehren RSE-Geschäftsführer

Eine besondere Ehrung empfing am 17.11.2007 Tagen Rainer Bohnet, ein Bonner Urgestein aus dem Bereich der Eisenbahn. Die „Freunde der Ahrtalbahn“ aus dem benachbarten Ahrkreis vergeben jährlich einmal das Symbol „Stopp dem Bock“ an Persönlichkeiten, die sich in der Region gegen Streckenschließungen und Abbau von Schienenstrecken und somit gegen den Aufbau von Prellböcken durchsetzen. Aus Anlaß der Preisübergabe war eine große Gruppe der "Freunde der Ahrtalbahn" nach Bonn-Beuel zur RSE gereist.


Günter Hoffman (1 v li) und Wolfgang Groß (3. v li) übergeben Rainer Bohnet(2. v li) den
Günter Hoffman (1 v li) und Wolfgang Groß (3. v li) übergeben Rainer Bohnet(2. v li) den "Prellbock 2007"
Rainer Bohnet ist unserer Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler als engagierter Eisenbahner, Gewerkschaftler und Verkehrspolitiker bekannt. Er leitet seit der Gründung des Unternehmens die Geschicke der „Rhein-Sieg-Eisenbahn“ (RSE) und setzt sich unermüdlich für den Erhalt von Schienenstrecken und Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene aus.

Die kleine Laudatio auf den rührigen Holzlarer Bürger hielt der Sprecher der „Freunde der Ahrtalbahn“, Wolfgang Groß.

Zunächst lernte Rainer Bohnet den Bahnbetrieb bei der Deutschen Bundesbahn von der Pike auf kennen. Lange Jahre arbeitete er an der wichtigen Schnittstelle zum Kundendienst als Aufsichtsbeamter in Bonn Hbf. Schon früh engagierte er sich im Personalrat und bei der Transnet - Gewerkschaft, er leitet heute die Ortsverwaltung Bonn. 1998 wechselte er dann von der DB-AG in die Privatwirtschaft indem er die Leitung der RSE übernahm und engagiert den Aufbau dieses mittelständischen Güterverkehrsunternehmens betrieb.

Eine große Gruppe der Freunde der Ahrtalbahn war nach Bonn-Beuel zur RSE gereist-Zoom in
Eine große Gruppe der Freunde der Ahrtalbahn war nach Bonn-Beuel zur RSE gereist
Die RSE besitzt heute 8 Lokomotiven, einige Triebwagen älterer Bauart und einige Güterwagen. Das Geschäftsfeld ist breit gestreut:

Rangier- und Zugdienste im Raum Bonn-Beuel, Andernach, Heinsberg, Troisdorf und Sindorf. Touristische Verkehre auf der Strecke Kall – Schleiden (Eifel), Rahden – Uchte (Niedersachsen), Bad Endorf - Obing (Bayern).

Unter dem Namen "Railport Bonn" vermarktet die RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn
GmbH ab sofort den Güterbahnhof in Bonn-Beuel.

Aufbauhilfe leistet die RSE bei der Ilztalbahn (Passau – Freyung, Ost-Bayern), der Laabertalbahn (Eggmühl – Langquaid, Bayern) und Osberghausen – Walbröhl (Wiehltalbahn, Bergisches Land).

Die RSE hat den Aufwind nach der Liberalisierung im Schienenverkehr 1995 genutzt und Zug für Zug das Geschäft ausgebaut. Dabei wurde bewusst im Zeichen einer ausgezeichneten Flexibilität in regionalen Marktnischen mit hoher Fachkompetenz Verkehre akquiriert und durchgeführt. Ein großer Freundeskreis unterstützt zudem die Aktivitäten der Firma RSE. Die jährlichen Fahrten zu „Pützchens Markt“ sind einer der Beweise der Leistungsfähigkeit und Beliebtheit der Eisenbahn. Im Zeichen einer Hochkonjunktur mit steigendem Bedarf an Schienenleistungen scheint die Zukunft des heimischen Eisenbahnverkehrsunternehmens gesichert zu sein.

Nach der Preisübergabe gemütliches Zusammensein in der
Nach der Preisübergabe gemütliches Zusammensein in der "Rheinlust" in Bonn-Beuel
Rainer Bohnet ist also Motor und treibende Kraft der Entwicklung bei der RSE.
Daneben leitet Rainer Bohnet auch noch die Ortsgruppe der DGB-Gewerkschaft „Transnet“, die Kreisgruppe des VCD „Bonn-Rhein/Sieg-Ahr“ und ist wichtiger Multiplikator der verkehrspolitischen Szene in Bonn.

Sein Engagement und Einsatzfreudigkeit für alle Belange der Schiene und des ÖPNV in der ganzen Region und darüber hinaus sind vorbildlich und er hat damit nach Auffassung der „Freunde der Ahrtalbahn“ die kleine Auszeichnung voll und ganz verdient.