Ahrtaler Eisenbahnfreunde

Jahreshauptversammlung 2007

Heftige Kritik an Zugstreichungen
Volles Haus bei den Ahrtalbahnfreunden

Heftige Kritik an den Sparplänen zur Reduzierung des Angebotes auf der Ahrtalbahn und wichtige Regularien standen im Mittelpunkt der 1. Jahreshauptversammlung der „Freunde der Ahrtalbahn“ am 3. April 2007 in Rech. War auch die Einladung für dieses Treffen auf Grund einiger rheinischer Frohgemüter ein wenig vom 1. April geprägt gab es auf Grund der vielfältigen Aktivitäten der Gruppe doch die Notwendigkeit, nach nunmehr über 5 jähriger Arbeit einige organisatorische Regelungen einzuführen. An der Spitze der engagierten Gruppe stehen weiterhin die Urgesteine der Ahrtalbahnfreunde Wolfgang Groß und Hans-Dieter Auster. Als Geschäftsführer und fleißiger Medienwart fungiert nunmehr Günter Hofmann aus Liers. Die Betreuung der Senioren übernimmt Monika Krog aus Dernau. Nicht ganz so ernsthaft waren dann die Wahlen zum Beauftragten für Minderheiten (Wolfgang Fuchs, weil immer präsent von der rechten Rheinseite aus Erpel), Beauftragter für Elektrifizierung (Uli Eupen aus Bodendorf, weil auch alter Bahnhaudegen), Beauftragter für das Weltkulturerbe „Ahrtalbahn“ (Willi Tempel, weil „Hans Dampf in allen Gassen“ vom Kreishaus bis nach Brüssel) und des Vertreters der „Rotweinphilosophie ( Heinrich Kohlhaas, Ahrweiler weil hier noch Entwicklungspotential).
Sehr ernsthaft ging es dann beim Thema „Streichungen von Zügen auf der Ahrtalbahn“ zu. Auf Grund der leider nur intern und noch nicht öffentlich gemachten Pläne drohen kräftige Reduzierungen von Randverbindungen auf der Ahrstrecke. Dies sind Angebote, die erst im letzten Jahrzehnt im Rahmen des Rheinland-Pfalz-Taktes zur Steigerung der Attraktivität eingeführt worden sind. Dies sind u.a. die wichtigen Spätverbindungen von Bonn ins Ahrtal. Im Zeichen der Diskussion um die Gefahren des Klimawandels sehen die „Freunde der Ahrtalbahn“ hier eine falsche Weichenstellung in Sachen „ÖPNV“ und befürchten, das künftig wieder das Auto einzige Alternative zur Rückfahrt in oder aus dem Ahrkreis in die Nachbarregionen sein wird. Viele werden sich sicherlich auch noch an die Zeiten erinnern (so lange ist es noch gar nicht her) das der letzte Zug von Remagen nach Kreuzberg schon um 20.15 Uhr fuhr. Die Eisenbahnfreunde verlangen – am besten natürlich vor der Landratswahl – eine klare Aussage der politisch Verantwortlichen im Kreis zu diesem Thema sowie umfassende Informationen der Öffentlichkeit!
Auch in diesem Jahr werden die Ahrtalbahnfreunde wieder die beliebten Ausflüge durchführen. Auf dem Programm steht in diesem Jahr – Termin im August wird noch veröffentlicht – eine Bürgerschaftsfahrt nach Cochem mit Informationen zum Ausbau des „Kaiser-Wilhelm-Tunnels“ und einer Schifffahrt nach Beilstein. Im Winter geht es dann nach Köln zur Besichtigung des dortigen Fernverkehrsbetriebswerkes und ins „Henneschen Theaters“.