Ahrtaler Eisenbahnfreunde

Verbesserungen an der Ahrtalbahn

Was ist notwendig ?

Bad Neuenahr-Ahrweiler, am 28.10.2014

Auf Grund der neuen Planungen für die Ahrtalbahn - weniger Zusatzzüge im Herbst und den Planungen für einen Zugleitbetrieb - fassen wir noch einmal unsere Forderungen für eine bessere Ahrtalbahn zusammen.

Die Freunde der Ahrtalbahn fordern Unterstützung von der Landespolitik für infrastrukturelle Verbesserungen an der Ahrtalbahn. Denn auch der Zweckverband SPNV in Koblenz hat festgestellt, das die Leistungsfähigkeit vor allem an der Oberahr nicht gegeben ist. Also besteht Handlungsdruck!

1. Bahnsteige

Die Bahnsteige auf folgenden Stationen müssen barrierefrei ausgebaut werden:
Bad Bodendorf, Ahrweiler-Markt, Walporzheim, Dernau, Rech und Altenahr.

Für Bad Bodendorf liegen schon jahrelang Pläne zur Modernisierung in der Schublade. Auf beiden Seiten der Gleise sollen Außenbahnsteige gebaut werden, damit ein barrierefreier Zugang von der Bahnhofstraße möglich ist. Der Bahnsteige müssen so hoch gebaut werden, damit man problemlos in die Züge gelangen kann.

In Heimersheim ist ein Überweg notwendig, der einen barrierefreien Zugang auf den Bahnsteig ermöglicht.

Ahrweiler-Markt, ein hochfrequentierter Haltepunkt, hat die niedrigsten Bahnsteige. Schon normale Menschen haben enorme Schwierigkeiten, in die neuen Züge zu gelangen. Die Aussage der Landesregierung, für einen Umbau sei kein Geld vorhanden, kann nicht hingenommen werden. Eine Modernisierung ist überfällig.

In Walporzheim sollte ein stufenfreier Fußweg aus dem Ort zur Bahnanlage hergestellt werden. Auf Grund der Bahnanlage, nur ein Gleis am Bahnsteig, wäre dies möglich.

In Dernau ist eine Erhöhung der Bahnsteige notwendig.

Der Bahnsteig von Rech liegt in einer Kurvenlage. Bei haltenden Zügen besteht ein großer und gefährlicher Spalt zwischen Bahnsteigkante und Zug. Eine Modernisierung auch der Zuwegung ist dringend notwendig.

In Altenahr, auch ein sehr stark frequentierter Bahnhof, ist eine Erhöhung der Bahnsteige notwendig.

Unter dem Strich: wenn das Ein-und Aussteigen zügiger geht, weil barrierefrei, entstehen weniger Verspätungen.

2. Signalanlagen

Von Dernau bis Kreuzberg ist die Ahrtalbahn eingleisig. In Dernau können Züge kreuzen. Von Dernau nach Kreuzberg ist nur "ein Blockabstand eingerichtet". Dies bedeutet, das ein Zug von Dernau nach Kreuzberg nur fahren kann, wenn der gesamte Abschnitt frei ist. Da dieser Abschnitt sehr lang ist und es in der touristischen Hauptsaison immer wieder zu Verspätungen kommt, sollten Zwischensignale eingebaut werden. Dies würde - zumindest in einer Richtung - die Fahrten von mehr Zügen und eine bessere Qualität sprich Pünktlichkeit ermöglichen. Natürlich wäre auch ein weiterer Kreuzungsbahnhof, z.B. in Mayschoß sinnvoll. Wie dies funktioniert, kann man sich an vielen Stellen in der Schweiz anschauen. Kreuzungen von Zügen sind häufig möglich und durch moderne Signalanlagen wird ein schneller und pünktlicher Zugverkehr möglich.

Bei der Fahrt von Kreuzberg nach Ahrbrück muss der Lokführer immer einen besonderen Schlüssel im Stellwerk holen. Dies erfordert bis zu 3 Minuten mehr Zeit und ist signaltechnisch ein uraltes Verfahren und nicht mehr zeitgemäß. Eine Anpassung der Signalanlagen für ein zügiges Verfahren ist notwendig.

Vor der der Fahrt von Altenahr nach Kreuzberg muß der Lokführer immer den Zug verlassen und den Bahnübergang der Bundesstraße durch eine Schlüsselbedienung auf dem Bahnsteig zu sichern. Dies kostet auch immer 3 Minuten.

Auch in Bad Bodendorf gibt es ein Hindernis für den Zugverkehr. Dies ist bedingt durch den Mittelbahnsteig und den höhengleichen Übergang auf den Bahnsteig über das Gleis von Remagen. Falls gleichzeitig Züge von Bad Neuenahr und Remagen kommen, muss der Zug von Remagen vor dem Blocksignal vor dem Bahnhof immer warten, bis der Zug von Bad Neuenahr abgefahren ist und alle Reisenden über den Übergang über das Gleis von Remagen gegangen sind. Dies kann bis zu 5 Minuten dauern und bedeutet: Verspätung.