Ahrtaler Eisenbahnfreunde

2014: Ahrtalbahnfreunde fordern Verbesserungen

Geplanter Wegfall von Herbst-Zügen auf der Ahrtalbahn:

Freunde der Ahrtalbahn können SPNV-Argumentation nicht nachvollziehen

Verbesserungen an der Infrastruktur der Strecke überfällig


Kreisgebiet/Remagen/Ahrbr�ck. Die Ahrtalbahnfreunde kritisieren die geplante Streichung der Zusatzz�ge in den Monaten September und Oktober sowie zum Luzia-Markt. Hier sollen - im Gegensatz zu den vergangenen Jahren - weniger Z�ge an den Wochenenden zwischen Remagen und Kreuzberg verkehren. Die bisherigen Zwischentakte Remagen - Kreuzberg in der Weinfestsaison samstags und sonntags in den Monaten September und Oktober sowie zum Lucia-Markt in Rech fallen ersatzlos weg. Das hat der zust�ndige Zweckverband des Landes (SPNV Nord) in Koblenz eingestanden. Dies bedeutet konkret, dass gerade an den besonders Besuchertr�chtigen Wochenenden im Herbst weniger Zugverbindungen ab Kreuzberg, Altenahr, Mayscho� und Rech f�r die zahlreichen Tagesg�ste zur Verf�gung stehen. Nach Presseberichten �u�ert der Zweckverband SPNV Nord dazu, dass �die Ahrtalbahn bei den bisherigen zus�tzlichen Fahrten auf dem eingleisigen Abschnitt zwischen Dernau und Kreuzberg, infolge �berlanger Haltezeiten, h�ufig unp�nktlich gewesen sei - mit negativen Folgen f�r die P�nktlichkeit auf der gesamten Strecke.�

Die Ahrtalbahnfreunde k�nnen diese Argumentation zur Reduzierung der Zugangebote jedoch �berhaupt nicht nachvollziehen. Bekanntlich nutzen sehr viele Tagestouristen die Z�ge an den Herbstwochenenden. Und es kam bekannter ma�en bis zur Einf�hrung des bew�hrten und jetzt gestrichenen Zwischentaktes regelm��ig zu gro�en Versp�tungen - weil eben zu wenig Platzkapazit�t zur Verf�gung stand. Es sei nicht nachvollziehbar, dass sich diese Situation jetzt durch weniger Z�ge auf der oberen Ahrtalbahn verbessern solle, kritisieren die Freunde der Ahrtalbahn.

Weniger Platzangebot f�hrt zu Versp�tungen

�Weniger Platzangebot f�hrt doch gerade zu Versp�tungen, �berf�llten Z�gen und Ver�rgerung bei den Kunden. Vielfach konnte beobachtet werden, dass Z�ge so �berf�llt waren, dass Reisende zur�ck bleiben mussten,� so die Ahrtalbahnfreunde in ihrer Pressemitteilung. Und die Kritik geht weiter. �Andererseits ist diese Misere auch eine Folge des st�ndigen R�ckbaus von Infrastruktur auf der Ahrtalbahn.� Trotz steigender Zugangebote seit Ende der neunziger Jahre habe n�mlich keine Erweiterung der Infrastruktur statt gefunden. Dies betreffe besonders den eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Walporzheim und Kreuzberg.

Zur Verbesserung der Qualit�t - also weniger Versp�tungen trotz hohem Verkehrsauskommen - ist auf der Ahrtalbahnstrecke dringend ein weiterer Kreuzungsbahnhof und hiermit einhergehend ein Verk�rzung des Blockabschnittes notwendig. Damit k�nnten mehr Z�ge in k�rzeren Zeitabschnitten verkehren. �Zurzeit kann jedoch zwischen Dernau und Kreuzberg und umgekehrt jedoch immer nur ein Zug verkehren. Normalerweise betr�gt die Fahrzeit 13 Minuten. Bei starkem Reisenden-Andrang im Herbst sind hohe Versp�tungen auf diesem Teilst�ck jedoch keine Seltenheit, sondern regelm��ige Realit�t,� argumentieren die Ahrtalbahnfreunde.

Aber auch der Haltepunkt Bad Bodendorf ist ein Bremsklotz im Betriebsablauf. Bedingt durch den Bohlen�berweg zum alten Bahnsteig zwischen den Gleisen (es gibt keine Unterf�hrung) muss bei Z�gen in Richtung Remagen ein Gegenzug vor dem Signal warten, bis der andere Zug den Haltepunkt verlassen hat. Dies verursacht auch immer bis zu f�nf Minuten Zeitverlust. �berlegungen zur Beseitigung dieses Hemmnisses bestehen seit vielen Jahren. Geschehen ist bis heute allerdings nichts. �Ein Ausbau der Infrastruktur zwischen Dernau und Kreuzberg - mit zus�tzlichen Weichen und Signalen, ist daher notwendig und �berf�llig,� res�mieren die Ahrtalbahnfreunde.

Land tr�gt Verantwortung

Sie richten diesen Appell besonders an die Landespolitik, die f�r einen bedarfsgerechten und qualitativ guten Schienenpersonennahverkehr die Verantwortung tr�gt. Interessant ist aus ihrer Sicht aber in diesem Zusammenhang, dass an Heiligabend und Sylvester vom Zweckverband Leistungen bis 0:00 Uhr bestellt wurden, wobei erfahrungsgem�� jedoch kaum noch Reisende ab 18:00 Uhr die Z�ge benutzen.